Frauen · Gesundheit · Kinder · Sexueller Mißbrauch

Gewalt zuhause

Ich finde die aktuelle Debatte um das Abwägen zwischen den Risiken der Verbrechen zuhause mit den Risiken durch die Infektionsgefahr schwierig und problematisch.
Denn noch immer gibt es keine wirklichen medizinischen Mittel gegen Covid-19, während mehr Schutz gegen die Gewalt zuhause möglich ist, wenn es ausreichendes Interesse dafür gibt!
Man muss daher statt dessen die Debatte auf die längst überfälligen nötigen und ausreichenden Hilfs- und Schutzmaßnahmen gegen die Gewalt zuhause lenken und auf dieser Ebene führen, denn diese Probleme existierten schon vor dem Lockdown!
Das Corona-Problem hat dieses Problem „Gewalt zuhause“ nur verdeutlicht und verschärft!
D.h. mit dem Ende des Lockdowns werden die Ursachen für die Gewalt zuhause nicht wirklich gelöst, sondern die Aufmerksamkeit über dieses Problem könnte sogar dadurch wieder geringer werden!
Also muss deshalb die laufende Debatte zur Gewalt zuhause anders geführt werden, um endlich das Problem Gewalt zuhause tatsächlich zu lösen!

Bildung · Inklusion · Kinder · News

Warum ich gebundene Ganztagsschulen kritisch sehe!

Warum ich nicht unbedingt die gebundenen Ganztagsschulen unterstütze?
Gerade wegen der unterschiedlichen Förderbedarfe für Kinder mit Fördermehrbedarf!
Jedes Kind ist individuell!
Damit auch die Kinder mit Fördermehrbedarf tatsächlich erfolgreich die Regelschulen und den späteren Sprung in die Arbeitswelt schaffen können, müssen möglichst individuelle Förder-/Unterstützungsmöglichkeiten erhalten bleiben und ohnehin weitere geschaffen werden können!
Das kann keine Schule allein anbieten!
D.h., es muss ggf., erforderlichenfalls ein zeitlicher Freiraum für Förder-/Unterstützungsmöglichkeiten außerhalb der möglichen Schulangebote möglich sein/bleiben.
Ansonsten kann das betreffende Kind durch die gebundene Ganztagsschule sogar benachteiligt werden!
Deshalb bin ich im Allgemeinen für offene Ganztagsschulen!

Bündnis 90/Die Grünen · Behinderung · Bildung · Bremen & Bremerhaven · Inklusion · Kinder · Kultur · Kunst · Soziales

Wahl zum StV Ausschuss-Sprecher

Liebe Freund*innen,
mit großer Überraschung, die CDU im Beirat hat eine rund 60% Mehrheit und verzichtete auf ihr Recht, auch den StV-Posten zu besetzen. Meine Fraktion schlug dafür mich vor und ich wurde dann einstimmig als StV für den Ausschuss „Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport“ gewählt!
Da ich schon in Stolberg (Aachen) gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einem CDU-Bürgermeister machen konnte, hoffe ich, dass ich nun auch hier meine Arbeit als Brückenbauer erfolgreich fortführen kann!
Inklusion ist Brückenbau!

Bildung · Bremen & Bremerhaven · Inklusion · Kinder · Kultur

Die Schöpfungsgeschichte einmal anders

Musik- und Tanzprojekt: Was Christentum und Islam verbindet

Gestern Abend konnte ich gemeinsam mit meiner Frau etwas erleben, das mich so berührte.
Kaum ein anderes Inklusionsprojekt, ob mein eigenes, ob ich ein anderes unterstützte oder besuchte, berührte mich so tief wie dieses von Maria von Bismarck.

Es geht bei diesem Stück nicht nur um die mutige Auseinandersetzung mit den beiden Weltreligionen, Christentum und Islam, sondern das besonders Spannende und die besondere Herausforderung war bzw. ist, dieses Team mit 50 Kindern so unterschiedlicher Herkunft zusammenzustellen und zu einem gemeinsamen Projekt zu motivieren!
Man kann sich kaum vorstellen, wie schwierig es war, mit den Kindern aus so verschiedenen Ländern und Sprachen zusammenzuarbeiten und zu beweisen, dass mit einem Musik- und Tanzstück die kulturelle Inklusion dennoch so gut gelingen kann.
Besonders großen Respekt verdienen diese Kinder, wenn man bedenkt, wo und wie sie in Bremen leben. Sie sind alle Schüler der Oberschule Koblenzerstrasse, wo der Migrationsanteil rund 80% beträgt, in Bremen.
Dass es sehr gelungen ist, nach nur rund 5 Monaten Vorbereitungszeit, die so verschiedenen Kinder zu einem Ganzen zusammen und zu einem hohen Niveau der Performance zu bringen, ist eine hervorragende Leistung insbesondere von Maria von Bismarck (Konzept und Regie).

Genau solche Projekte brauchen wir zur dringend nötigen Aufklärung über den Islam und das Christentum, dass wir mehr gemeinsam haben als viele Menschen es zugeben wollen oder zu erkennen vermögen.

Dies zeigt, wie wichtig solche Projekte sind. Es geht nicht nur um bloße „Integration“, sondern eben um die kulturelle Inklusion! Nur durch gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Akzeptanz kann ein wirkliches Miteinander und dann auch leichter die gemeinsame Sprache gelernt und das gemeinsame Herz erlebt werden.

Abschliessend möchte ich noch auf besondere Aussagen von Maria von Bismarck hinweisen (siehe Artikel):
„Ich wusste nicht, ob das Ganze funktioniert“, sagt Regisseurin Maria von Bismarck, die, abgesehen von Haydns Musik, alles andere selbst arrangiert hat. Und auch der Grundgedanke zu dieser Aufführung kam von ihr: „Ich wollte ganz einfach einen persönlichen Beitrag zum Frieden leisten, weil mich die politische Situation und die religiösen Streitigkeiten so berühren.“

Und gestern Abend sagte sie auch:
„In unserer Schöpfungsgeschichte haben wir gemeinsame Wurzeln, deswegen haben wir eine gemeinsame Verantwortung.“

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Notrufnummer gegen sexuelle Misshandlungen

Was mich seit vielen Jahren beschäftigt …
Ich versuche mitzuhelfen eine Lösung für laut- und gebärdensprachorientierte Menschen mit Hörschädigung zu finden, die nicht anonym eine Notrufnummer für sexuell Mißhandelte anrufen können. Insbesondere für Kinder, die sexuell misshandelt wurden, auch in eigener Familie.
Bedenken wir die Bedeutung dieser Notrufnummern, mit dieser Möglichkeit können deutlich mehr Straftaten aufgedeckt, wie auch dann erst die dringend nötigen Therapien für die Opfer angeboten werden.
Für gebärdensprachorientierte Menschen mit Hörschädigung, die ohne Gebärdensprache nicht auskommen oder sonst eine(n) DGS-Dolmetscher*in brauchen, ist keine Anonymität, somit nach wie vor keine Hilfe möglich. Dabei ist gerade die Anonymität eine sehr wichtige und meistens die entscheidende Möglichkeit für die Opfer.
Für die lautsprachigorientierten Menschen mit Hörschädigung, wie mich, dürfte es relativ einfache Möglichkeiten mittels automatischer Schriftmittlung (wie bei den privaten Fernsehsendern, die es schon teilweise gibt) geben. Für die Gebärdensprache oder für die Lormen (die die Taubblinden nutzen) weiss ich noch nirgends eine ausreichende Technik. Das ist ein Drama.

Allgemein · Bildung · Europa · Inklusion · Kinder

Mut zur strukturellen Änderung

Man muss auch in der Bildungspolitik Mut zu Innovationen haben und auch hier lernen grenzüberschreitend zu denken. Es gibt nach wie vor Verbesserungsbedarf, wenn es an den bisherigen Strukturen liegt, muss man dann eben an diesen arbeiten.

Und hier bei diesem Modell gäbe es gute Chancen zu mehr individueller Förderung!

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/finnland-schulfaecher-sollen-abgeschafft-werden-a-1121123.html

Allgemein · EU · Inklusion · Kinder · Menschenrechte · Soziales

Help us end childhood statelessness in Europe

 

Calling on all European states

This petition is organised by the European Network on Statelessness (ENS)

There is an urgent need for European States to act to prevent children from growing up without a nationality. The majority of Europe’s stateless kids were born in Europe; many of them would not remain stateless today if all European countries had in place legal safeguards against childhood statelessness as required by international law. The shocking reality is that more than half the countries in Europe are failing to meet these obligations, thereby denying a nationality to thousands of children across the continent.
The European Network on Statelessness urges all European states to:

Accede to the UN 1954 Convention relating to the Status of Stateless Persons and the 1961 Convention on the Reduction of Statelessness;
Address gaps in their laws and practice in order to implement comprehensive safeguards to identify and grant nationality to children born on their territory who would otherwise be stateless, as soon as possible after birth;
Ensure access to free and universal birth registration in order to prevent statelessness.