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Gewalt zuhause

Ich finde die aktuelle Debatte um das Abwägen zwischen den Risiken der Verbrechen zuhause mit den Risiken durch die Infektionsgefahr schwierig und problematisch.
Denn noch immer gibt es keine wirklichen medizinischen Mittel gegen Covid-19, während mehr Schutz gegen die Gewalt zuhause möglich ist, wenn es ausreichendes Interesse dafür gibt!
Man muss daher statt dessen die Debatte auf die längst überfälligen nötigen und ausreichenden Hilfs- und Schutzmaßnahmen gegen die Gewalt zuhause lenken und auf dieser Ebene führen, denn diese Probleme existierten schon vor dem Lockdown!
Das Corona-Problem hat dieses Problem „Gewalt zuhause“ nur verdeutlicht und verschärft!
D.h. mit dem Ende des Lockdowns werden die Ursachen für die Gewalt zuhause nicht wirklich gelöst, sondern die Aufmerksamkeit über dieses Problem könnte sogar dadurch wieder geringer werden!
Also muss deshalb die laufende Debatte zur Gewalt zuhause anders geführt werden, um endlich das Problem Gewalt zuhause tatsächlich zu lösen!

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nothing about us without us

Wird es in den demokratischen Parteien ausreichend gelebt für Frauen, Alte, Jugend, Arbeiter, Angestellte, Menschen mit allen verschiedenen besonderen Bedürfnissen, mit Migrationshintergrund, mit unterschiedlichen Weltanschauungen, verschiedenen sexuellen Orientierungen, etc.?
Es gibt noch gewaltig viel zu tun an deutlicher Verbesserung innerparteilicher Demokratie!
Dazu ärgert mich seit Jahren eine bestimmte Situation für Gehörlosenpolitik im Europaparlament als ein Beispiel.
Wir haben zwar zwei Abgeordnete im Europaparlament, die sich erfolgreich für mehr Teilhabe für gehörlose Menschen einsetzen. Beide sind selbst gehörlos.
Dadurch, dass sie für sich selbst als Gehörlose sprechen können, werden ihre besonderen Bedürfnisse überzeugender vermittelt.
Ich wurde schon verschiedenen EuropaparlamentsmitgliederInnen auf diese beiden angesprochen und wie schön es ist, die Gebärdensprache im Europaparlament erleben zu können.
Das ist richtig und sehr wichtig.
Das ist ein wichtiges Beispiel, warum wir dieses erfolgreiche Beispiel auch für andere Menschen mit besonderen Bedürfnissen erreichen müssen.
Allerdings,
der eine gehörlose Abgeordnete gehört in Ungarn der FIDISZ an, die andere gehörlose Abgeordnete gehört in Belgien der N-VA (Nieuw-Vlaamse Alliance) an.
Ich kenne keineN andereN gehörloseN SelbstvertreterIn von einer anderen Partei im EP.
Es ist ein krasser Widerspruch, wenn SelbstvertreterInnen zwar für sich sprechen können, zugleich jedoch andere Menschen, die „anders“ oder Flüchtlinge sind, ausgrenzen wollen.
Das ist das Gegenteil von Inklusion. Inklusion setzt gleichberechtigte Teilhabe für alle Menschen, ob sozial oder kulturell, voraus.
Warum hat sich bisher keine der demokratischen Parteien gewehrt mit eigenen SelbstvertreterInnen, zum Beispiel für gehörlose Menschen?
Gerade demokratische Parteien müssen ihre innerparteiliche Struktur dahingehend ausreichend verbessern, dass „nothing about us without us“ tatsächlich gelebt werden kann.

Dies ist auch ein weiteres und wichtiges Mittel, um rechtspopulistische, illiberale Parteien zu bekämpfen!