Bildung · Inklusion · Kultur · Philosophie

Kultur ist Bildung!

Wir brauchen, um bestehende gesetzliche Barrieren abzubauen, im ersten Schritt geeignete Maßnahmen, um geistige Barrieren abzubauen.
Da gibt es kein besseres Instrument als es über kulturelle Arbeiten zu versuchen.
Denn kulturelle Arbeiten setzen das Denken ohne Grenzen voraus.
Deshalb ist es so wichtig kulturelle Arbeiten dementsprechend stark genug zu fördern.
Denn Kultur ist Bildung!

Bildung · Bremen & Bremerhaven · Gesundheit · Oberneuland

Mundschutz in den Schulen

Folgenden Brief schrieb ich an die Schulen und an den Zentralen Eltern Beirat!

Sehr geehrte Damen und Herren,


ich gehe davon aus, da noch nichts darüber erwähnt wird, dass dennoch rechtzeitig auch für ausreichenden Mundschutz gesorgt wird! Dies wird ja grundsätzlich von allen bekannten Virologen in den öffentlichen Medien, u.a. von Prof. Dr. Drosten, dringend empfohlen (jedenfalls zumindest solange es noch keine Studie gibt, die klärt, ob Schulen Virenschleuder sind wie bei Influenza-Viren oder keine wie bei MERS)!


Schade, dass Bremen noch nicht den „Mut“ hat der Empfehlung der Bundesregierung zu folgen. Es gibt keinen Beweis, dass der Mundschutz andere nicht schützt!
Übernimmt die Stadt Bremen, es ist bekannt, dass es zu Folgeschäden nach einer schweren Infektion kommen kann, die Schadensersatzkosten wegen unzureichender Hygienemassnahmen?


Sollte kein Mundschutz bereit gestellt oder empfohlen werden, wie sollen dann erst recht die gefährdeten Kinder und die Kinder mit gefährdeten Eltern überhaupt die Schule wieder besuchen dürfen?


Ich vermisse klare Maßnahmen gegen die ab dann bestehende Chancenungleichheit zwischen allen Kindern. Wie sollen die Kinder, die in die Schule dürfen, und andere Kinder der selben Klasse, die aus gesundheitlichen Gründen zuhause bleiben müssen die gleichen Chancen und gleiche Lernqualität bekommen?


Und, die Menschen mit Hörschädigung werden oft vergessen, der Mundschutz muss übrigens barrierefrei sein! Auch Kinder mit Hörschädigung dürfen nicht benachteiligt werden!


Mit freundlichem und gesundheitlichem GrußPatrick Hennings

Bildung · Inklusion · Kinder · News

Warum ich gebundene Ganztagsschulen kritisch sehe!

Warum ich nicht unbedingt die gebundenen Ganztagsschulen unterstütze?
Gerade wegen der unterschiedlichen Förderbedarfe für Kinder mit Fördermehrbedarf!
Jedes Kind ist individuell!
Damit auch die Kinder mit Fördermehrbedarf tatsächlich erfolgreich die Regelschulen und den späteren Sprung in die Arbeitswelt schaffen können, müssen möglichst individuelle Förder-/Unterstützungsmöglichkeiten erhalten bleiben und ohnehin weitere geschaffen werden können!
Das kann keine Schule allein anbieten!
D.h., es muss ggf., erforderlichenfalls ein zeitlicher Freiraum für Förder-/Unterstützungsmöglichkeiten außerhalb der möglichen Schulangebote möglich sein/bleiben.
Ansonsten kann das betreffende Kind durch die gebundene Ganztagsschule sogar benachteiligt werden!
Deshalb bin ich im Allgemeinen für offene Ganztagsschulen!

Bündnis 90/Die Grünen · Behinderung · Bildung · Bremen & Bremerhaven · Inklusion · Kinder · Kultur · Kunst · Soziales

Wahl zum StV Ausschuss-Sprecher

Liebe Freund*innen,
mit großer Überraschung, die CDU im Beirat hat eine rund 60% Mehrheit und verzichtete auf ihr Recht, auch den StV-Posten zu besetzen. Meine Fraktion schlug dafür mich vor und ich wurde dann einstimmig als StV für den Ausschuss „Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport“ gewählt!
Da ich schon in Stolberg (Aachen) gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einem CDU-Bürgermeister machen konnte, hoffe ich, dass ich nun auch hier meine Arbeit als Brückenbauer erfolgreich fortführen kann!
Inklusion ist Brückenbau!

Bildung · Bremen & Bremerhaven · Inklusion

Bürgerschaftswahl Bremen

Mein erster Gedanke gestern Abend, nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse, ich darf noch nicht in die Rente gehen!

Ich bin mit der Inklusion in Bildungs-, Flüchtlings- und Arbeitsmarktpolitik insgesamt noch lange nicht zufrieden und werde mich nun noch stärker einbringen! Also noch mehr Überzeugungsarbeiten leisten, was Bildungsqualität eigentlich ist!

Die Stadtentwicklungspolitik werde ich nun ab jetzt mit aufnehmen!
Ich möchte auch hier meine internationalen Erfahrungen einbringen!

Bremen ist einerseits eine sehr schöne Stadt, sehr grün, allerdings wandern zu viele junge Menschen ab, was eine nicht ausreichende und teilweise falsche Stadtentwicklungspolitik mitbegründet!

Bildung · Bremen & Bremerhaven · Inklusion · News · SPD

Begriff Inklusion und die Bremer SPD

Gestern besuchte ich wieder mal die AfB von der Bremer SPD und erfuhr, dass meine Botschaft, die ich vor rund zwei Jahren in dieser AfB zu erklären versuchte, was Inklusion tatsächlich bedeutet, endlich angekommen ist.
Dass dieser Begriff sich eben nicht nur auf Menschen mit Behinderung beschränkt und jetzt dementsprechend endlich richtig definiert werden soll!
WUNDERBAR, dass nicht nur die Grünen, sondern nun auch zumindest die Bremer SPD es verstanden hat!
Es tut mir einfach gut und gibt mir neue Motivation!
Erst wenn dieser Begriff tatsächlich richtig definiert und verstanden wird, können dann erst auch die dementsprechend nötigen und richtigen Inklusionsprozesse vorbereitet und umgesetzt werden!

Behinderung · Bildung · Inklusion · Soziales · Wissenschaft

Beinamputierte und Zwangshilfsmaßnahmen?



Stellen wir uns vor:


Ich bin Vater und habe eine Tochter, die ein Jahr alt ist und keine Beine hat.


Es ist meine selbstverständliche Pflicht alles gegen die Bewegungsbehinderung zu tun.
Ich kann mir nicht vorstellen, dann von bestimmten, beinamputierten Menschen angegriffen zu werden, weil ich alles für meine Tochter tue, damit sie an unserer Gesellschaft so weit wie möglich teilhaben haben kann.

Sollte ich mich nicht ausreichend um meine Tochter kümmern, muss man froh sein, wenn dann im Zweifel das Jugendamt sich einschaltet oder Ärzte, Nachbarn, Verwandte, Freunde aktiv werden.

Es ist unsere gesellschaftliche und staatliche Pflicht alles zu tun, ausreichende Hilfen zu ermöglichen und diesen Menschen dank der Hilfen bestmögliche Teilhabe an unserem gesellschaftlichen Leben anzubieten.

Es ist klar und selbstverständlich, dass Menschen ohne Beine eine Behinderung haben.


Es ist deshalb klar, welche Pflicht ich habe. Ich muss mich für das Wohl des Kindes entscheiden, auch wenn ich keinen Rollstuhl leiden mögen würde oder auch keine Beinprothesen.

Ich würde lieber ohne Hilfsmittel leben wollen?


Ganz sicher nicht, auch dass ich selbst keine Beine habe.
 Ich möchte Teil unserer Gesellschaft sein und freue mich über die Chancen, die mir gegeben werden, so dass ich mich aus der Welt der Beinamputierten hinaus bewegen kann.


Genau das möchte ich für meine Tochter erreichen, damit sie eher glücklich werden kann, was sie garantiert nicht sein würde, wenn sie keine Teilhabechancen bekommen würde. 

Dies als ähnliches Beispiel zum Thema, ob CI ja oder nein.


Wohlwissend um einen Shitstorm zu meinen Gedanken und meiner politischen Stellung:


http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/37005

Nicht erwogen wird in diesem Artikel die Erfolgsquote der CI-Operationen, die ist deutlich höher ist und zudem mit den Jahren auch steigend.



Es gibt zwar keine 100%-Garantie für den Erfolg einer OP, wird es auch nie geben und es gibt die oft falsche Erwartungshaltung nach einer CI-OP, man könne dann so gut hören wie ohne Höreinschränkungen. Auch bei vielen Hörgeräteträgern gibt es oft die ebenso falsche Erwartungshaltung, man hat ein Hörgerät und dann könne man genauso gut hören wie ein Mensch ohne Hörschaden.


Es kommt jedoch auf die wichtige Möglichkeit an, dass ich dank technisch möglicher Hilfen oder einer OP wieder besser hören, wieder hören oder erstmals hören kann, auch wenn ich in manchen oder mehreren Fällen dennoch auf die danach weitergehende zusätzliche Unterstützung durch die lautsprachbegleitenden Gebärden oder einer Gebärdensprache angewiesen bleiben sollte.

Die Gründe dafür, dass Hörgeräte von Betroffenen abgelehnt werden und/oder die lautsprachbegleitenden Gebärden zum großen Teil nicht erwünscht sind, wie auch nach wie vor kaum bekannt, sind wahnsinnig vielschichtig.

Hier zeigt sich u.a. auch, solange ich schon lebe, das nach wie vor das weitere, bestehende und ursächliche, Problem der unzureichenden Versorgung durch Psychotherapien nicht nur für Menschen mit Hörhilfen, sondern auch für hörgeschädigte Menschen ohne Hörhilfen.

Sinnesbehinderungen bedürfen zur Überwindung von bestimmten Barrieren eines enorm großen Kraftaktes, dessen Bedeutung und Umfang leider auch von entscheidenen politischen Instanzen in der Gesundheitspolitik noch immer nicht ausreichend verstanden wird.


Hier die beispielhaften Stellungnahme von Frau Christine Heil, die auf ein bestehendes Problem hinweist, dieses auch von verschiedenen Psychotherapeutenkammern kaum aufgenommen und nur unzureichend diskutiert, wie auch erwogen, werden
https://www.psychotherapeutenjournal.de/blaetterkatalog/PTJ-1-2017/files/assets/basic-html/page13.html

Arbeit · Behinderung · Bildung · Inklusion · Menschenrechte · News · Soziales

Förderschulabschluss hinderlich für Chancengleichheit

Es entspricht meinen langjährigen Erfahrungen, auch als ehemaliger VM für Schwerbehinderte bei zwei großen Konzernen, dass, wenn im Lebenslauf steht, dass man den Abschluss auf einer Förderschule machte, man nicht die gleichen Chancen zu anderen Schulabschlüssen auf einen bestimmten Ausbildungs-/Arbeitsplatz bekommt.
„In der Sonderschule „Geistige Entwicklung“ hätte er keinen Schulabschluss machen können. Mit einem Abgangszeugnis dieser Schule wäre er auf dem Ausbildungsmarkt chancenlos gewesen.“

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/36923?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+Kobinet-nachrichten+%28kobinet-nachrichten+Teaser%29

Bildung · Bremen & Bremerhaven · Inklusion · Kinder · Kultur

Die Schöpfungsgeschichte einmal anders

Musik- und Tanzprojekt: Was Christentum und Islam verbindet

Gestern Abend konnte ich gemeinsam mit meiner Frau etwas erleben, das mich so berührte.
Kaum ein anderes Inklusionsprojekt, ob mein eigenes, ob ich ein anderes unterstützte oder besuchte, berührte mich so tief wie dieses von Maria von Bismarck.

Es geht bei diesem Stück nicht nur um die mutige Auseinandersetzung mit den beiden Weltreligionen, Christentum und Islam, sondern das besonders Spannende und die besondere Herausforderung war bzw. ist, dieses Team mit 50 Kindern so unterschiedlicher Herkunft zusammenzustellen und zu einem gemeinsamen Projekt zu motivieren!
Man kann sich kaum vorstellen, wie schwierig es war, mit den Kindern aus so verschiedenen Ländern und Sprachen zusammenzuarbeiten und zu beweisen, dass mit einem Musik- und Tanzstück die kulturelle Inklusion dennoch so gut gelingen kann.
Besonders großen Respekt verdienen diese Kinder, wenn man bedenkt, wo und wie sie in Bremen leben. Sie sind alle Schüler der Oberschule Koblenzerstrasse, wo der Migrationsanteil rund 80% beträgt, in Bremen.
Dass es sehr gelungen ist, nach nur rund 5 Monaten Vorbereitungszeit, die so verschiedenen Kinder zu einem Ganzen zusammen und zu einem hohen Niveau der Performance zu bringen, ist eine hervorragende Leistung insbesondere von Maria von Bismarck (Konzept und Regie).

Genau solche Projekte brauchen wir zur dringend nötigen Aufklärung über den Islam und das Christentum, dass wir mehr gemeinsam haben als viele Menschen es zugeben wollen oder zu erkennen vermögen.

Dies zeigt, wie wichtig solche Projekte sind. Es geht nicht nur um bloße „Integration“, sondern eben um die kulturelle Inklusion! Nur durch gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Akzeptanz kann ein wirkliches Miteinander und dann auch leichter die gemeinsame Sprache gelernt und das gemeinsame Herz erlebt werden.

Abschliessend möchte ich noch auf besondere Aussagen von Maria von Bismarck hinweisen (siehe Artikel):
„Ich wusste nicht, ob das Ganze funktioniert“, sagt Regisseurin Maria von Bismarck, die, abgesehen von Haydns Musik, alles andere selbst arrangiert hat. Und auch der Grundgedanke zu dieser Aufführung kam von ihr: „Ich wollte ganz einfach einen persönlichen Beitrag zum Frieden leisten, weil mich die politische Situation und die religiösen Streitigkeiten so berühren.“

Und gestern Abend sagte sie auch:
„In unserer Schöpfungsgeschichte haben wir gemeinsame Wurzeln, deswegen haben wir eine gemeinsame Verantwortung.“

Bildung

Meine bildungspolitische Forderung

Bildung, das A und O für unsere Gesellschaft

Möglichst breites Wissen und ausreichende, auch soziale, Kompetenzen sind unser größtes und deshalb wichtigstes Kapital – als Individuum, als Gesellschaft und als Volkswirtschaft.

Während die bisher bekannten Parteien nach wie vor nicht dem Wert von Bildung, Ausbildung und Forschung zu wenig Rechnung entsprechen, diese noch immer nicht verstanden haben, wo die Ursachen für die soziale Spaltung liegen, die zunehmende Reich/Arm-Schere, der Fachkräftemangel, der gestiegene Rassismus, die größer gewordene Intoleranz und auch der Stillstand in unserer Volkswirtschaft durch nicht ausreichende Innovationen und Investitionen, die bisherige Bildungspolitik gefährdet unsere Zukunft.

Im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn und Canada brauchen wir in Deutschland sogar eine Revolution unseres bisherigen Bildungssystems! Um so mehr, wenn wir auch einen möglich europaweiten Konsens finden, und so eine möglichst umfassende Freizügigkeit in allen Lebensbereichen für uns EU-Bürgerinnen und -Bürger erreichen wollen.

Es ist längst überfällig, neue Wege einzuschlagen.

Meine Ziele dafür lassen sich in 10 Punkten zusammenfassen: 

1. Mit deutlich höheren Investitionen zu mehr Bildungsqualität:
Kindergärten, Krippen, Tagesmütter und Kindergruppen sind wichtige Bildungsstätten.
Damit nicht nur möglichst alle Kinder ausreichenden Zugang zur Bildung, sondern auch möglichst die gleichen Bildungschancen bekommen können, sind deutlich höhere Investitionen insbesondere ins Bildungswesen dringend nötig, um die größte Wirkung entfalten zu können.
Dafür müssen endlich, wie schon von Lehrkräften und verschiedenen Elternverbänden seit Jahren gefordert, bedeutend mehr Personal bereitgestellt werden, dazu unterstützend die Ausbildung und Bezahlung der Kinderbetreuungsberufe spürbar aufgewertet werden. Eine tatsächliche Familienförderung findet erst, wie internationale Erfahrungen es beweisen, s. Dänemark, Niederlande, Norwegen, etc., tatsächlich statt durch eine qualitätsvolle Kinderbetreuung, die zielführender als reine Geldleistungen wie Steuerfreibeträge, etc. ist.
 
2. Freie Schulen, Kindergärten und Hochschulen:
Bildungseinrichtungen müssen eigenständig neue Wege gehen, schnell und flexibel arbeiten können, um so auch endlich deutlich mehr individuelle Bildung für ALLE erreichen zu können. Autonomie der Bildungseinrichtungen bedeutet für uns die freie Wahl der pädagogischen Modelle, Methoden, Lehrinhalte und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ein Team mit vielfältigen Kompetenzen bilden, das sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Profis aus anderen Bereichen wie Sozialarbeit, Psychologie, Sport, Kultur und Wirtschaft umfasst.

3. Die Schülerinnen und Schüler – Talente in den Mittelpunkt:
Die Interessen und Talente der Schülerinnen, Schüler stehen im Vordergrund.
Die Mittlere Reife mit bundesweit einheitlichen Mindeststandards in Grundfächern muss Mindestverpflichtung für alle Schülerinnen und Schüler werden.
„Potenziale fördern“ und „das Lernen lernen“ statt der Orientierung an den Defiziten. Anstatt des Parallelsystems, Stadtteilschulen, Oberschulen, Gymnasien, Gesamtschulen, wollen wir analog zu unseren EU-Nachbarn (außer Österreich) eine Vielfalt an autonomen Mittelschulen, die auf individuellen Wegen zum gemeinsamen Ziel der Mittleren Reife führen, mit der anschließenden Option zur Weiterbildung zum Abitur auf einem Gymnasium, mit ebenfalls bundesweit einheitliche Mindeststandards in Grundfächern, um so auch gezielter die individuelle Förderung für jede Schülerin und jeden Schüler erreichen zu können. 

4. Integrierende Inklusion durch Bildung für ALLE:
Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Schichten gemeinsam in unsere Gesellschaft und Wirtschaft zu integrieren ist eine der wichtigsten Herausforderungen, vor denen wir heute stehen. Gerade Bildung für ALLE kann den entscheidenden Beitrag dazu leisten. Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache sollen eine tragfähige Startrampe vorfinden. Der Schlüssel dazu ist sprachliche Frühförderung in der Muttersprache und auf Deutsch. Wer in der eigenen Umgangssprache lesen und schreiben gelernt hat, lernt schneller und besser Deutsch und hat größere Chancen für die weitere Bildungs- und Berufslaufbahn. Wir fordern deshalb ausreichend mehrsprachige Angebote schon in Kindergärten beginnend.

5. Lebenslanges Lernen: Bildungsbeteiligung erhöhen, Förderungen zusammenführen:
Bildung stärkt das Potenzial in jedem Menschen, mit Verstand und Tatkraft sein eigenes Leben zu gestalten und das Leben anderer Menschen zu bereichern. Sie beginnt und endet nicht mit dem Schulbesuch, sondern begleitet uns durch alle Lebensphasen. Die berufsbezogene Erwachsenenbildung liegt in der gemeinsamen Verantwortung von Individuum, Gesellschaft und Unternehmen.

6. Die Lehrerinnen und Lehrer als Schlüssel zur Qualitätssicherung der Bildung:
Internationale Studien zeigen: Entscheidend für die Qualität der Bildung sind nicht nur die Strukturen und Methoden, sondern insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer.
Und wir haben deutlich zu wenige Lehrerinnen und Lehrer.
Wir wollen deshalb erreichen, dass die verschiedenen Lehrberufe wieder mehr wertgeschätzt werden, durch positive Image-Arbeiten und Aufwertung des Lehramtsstudiums.
Wir müssen Konzepte erarbeiten um deutlich mehr Menschen den Zugang zu diesen Berufen zu ermöglichen und auch diese Berufe durch selektive Aufnahmeverfahren, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger aus der Praxis und eine vielseitige Weiterbildung unterstützen.
Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch in Teams sollen aktiv im deutlichen größeren Umfang gefördert werden. Bisherige Teamarbeiten und Bereichsleitungen, die schon durchgeführt wurden und werden, zeigen, sie sind sehr hilfreich.

7. Die Direktor_innen – Profis mit Gestaltungsspielraum:
Schulleiterinnen und Schulleiter sollen nicht von Behörden bestimmt, sondern nach öffentlichen Hearings von Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Schülerinnen, Schülern und Gemeinde oder privatem Trägerverein gemeinsam gewählt und auf Zeit bestellt werden. Sie bekommen vollen Gestaltungsspielraum bei der Auswahl der Lehrerinnen. Lehrern und anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

8. Die Finanzierung – Freie Schulwahl ohne Schulgeld:
Alle Kinder haben das gleiche Recht auf eine gute Schulbildung.
Für jeden Platz, der frei von Schulgeld ist, den eine Schule zur Verfügung stellt, erhält die einen fixen Betrag vom Staat.
Für Kinder bildungsferner Herkunft und mit nicht-deutscher Muttersprache erhält die Schule einen finanziellen Bonus, um die soziale Vielfalt in den Schulen zu sichern und größeren Herausforderungen gerecht zu werden.
Einen erhöhten Betrag erhalten auch Kleinschulen auf dem Land, um diese zu erhalten, um so vor allem die Kinder zu entlasten.
Die bisherigen Investitionen in die Bildung insgesamt müssen mindestens verdoppelt werden! Natürlich ist das Geld da, es ist alles eine Frage der Umverteilung, die vor allem dadurch gewährleistet wird, dass die Bildungshoheit von den Bundesländern an den Bund abgegeben werden! Und nur so kann auch das Bildungsgefälle zwischen den verschiedenen Bundesländern endlich abgebaut werden.

9. Feedbackkultur und Qualität der Schule:
Die Qualität des Lehrens und Lernens soll bundesweit systematisch sichtbar gemacht und gefördert werden. Wie man es von den Schülerinnen und Schülern erwartet, soll auch die Schule selbst laufend dazulernen. Entscheidend dafür ist eine gute Beziehungs-, Kommunikations- und Feedback-Kultur innerhalb aller und zwischen allen Gruppen der Schulgemeinschaft. Die Qualität der Schule wird regelmäßig durch Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, Eltern, Absolventinnen und Absolventen, Hochschulen und Arbeitgebern evaluiert. Die Ergebnisse werden anonymisiert veröffentlicht. Eine Qualitätssicherungsagentur vernetzt die Schulen und unterstützt zu Fortschritten.

10. Die Ausbildung – Faire Weiterbildung und Umstiegsmöglichkeiten:
Die duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule ist ein deutsches Vorzeigemodell, das vielen jungen Menschen einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. Weiter aufwerten wollen wir die Berufsausbildung durch mehr flexible Anschlussmöglichkeiten. Wir wollen gute Umschulungsmöglichkeiten in andere Berufe und neue Berufsakademien, die die teuren Meisterkurse langfristig ersetzen.
Ich fordere Gleichberechtigung für berufliche und wissenschaftliche Höherbildung.

Meine VISION
Das Bildungswesen ist geprägt von einer Zuwendung zu den Potenzialen und Talenten. Nicht die Konzentration auf Defizite, sondern die Entfaltung der Persönlichkeit und ihrer Stärken steht im Mittelpunkt der Bestrebungen.
Bildung stärkt das Potenzial in jedem Menschen, mit Verstand und Tatkraft sein eigenes Leben zu gestalten und das Leben anderer Menschen zu bereichern. Junge Menschen werden ihren Potenzialen entsprechend gefordert und gefördert.
Kinderbetreuungseinrichtungen werden als erste Bildungsstätte anerkannt und entsprechend geschätzt und weiterentwickelt. Ab dem ersten Geburtstag steht für jedes Kind ein hochwertiger Betreuungsplatz mit gut ausgebildeten Betreuerinnen, Betreuern und einem altersgerechten Betreuungsverhältnis zur Verfügung.
In den Schulen stehen die Zukunftschancen, Interessen und Talente der Schüler innen und Schülern im Mittelpunkt. Lehrerinnen und Lehrer werden auf vielfältige und wertschätzende Weise unterstützt, gefordert und gefördert, damit der Unterricht jährlich besser wird. Für die unterschiedlichen Aufgaben der Schule – von der Wissensvermittlung über Coaching bis zur Sozialarbeit – sind Profis aus den entsprechenden Berufen im Einsatz.
Die Schulen sind eigenverantwortliche Einrichtungen, die über alle Entscheidungsspielräume, Planungssicherheiten und Qualitätssicherungsinstrumente verfügen, um ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können und den Herausforderungen unserer Gesellschaft gerecht zu werden.
An den Hochschulen werden innovative und international angesehene Spitzenleistungen erbracht – in der Lehre ebenso wie in der Forschung. Berufsakademien haben sich als neue Säule der berufsnahen hochschulischen Ausbildung etabliert und heben damit das erfolgreiche Prinzip der dualen Ausbildung auf die nächste Qualifikationsstufe nach der Lehrabschlussprüfung.
Bildung umfasst die Entwicklung von Handlungskompetenzen, Qualifikation und Wissen als lebensbegleitenden Prozess. Dieser endet nicht nach der Schule, Hochschule, Ausbildung und umfasst formales, nicht-formales und informelles Lernen.