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Bedeutung der Hörschädigung

Die Bedeutung der Hörschädigung

Unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt finden wir grundsätzlich in der Fähigkeit, sich über zumindest eine gemeinsame Sprache uneingeschränkt, fehlerfrei austauschen zu können!

Es gibt kein Hörgerät, keinen Computer, keine Prothese, keine Therapie, die den auch so kleinen „Kommunikationsfehler“ wirklich beheben könnte.

Ein Hörschaden ist also nicht wirklich heilbar! Eine Hörschädigung, wenn überhaupt, kann höchstens nur gemildert werden!

Deshalb, die Bedeutung, jeder auch so kleinen, leichten Hörschädigung, wird so nach wie vor erheblich, umfassend unterschätzt!

Deshalb auch gibt es nach vor wie viel zu große Barrieren in unserer Gesellschaft!

Man kann noch so aufgeklärt sein, man kann auch viel Erfolg in der Familie, Gesellschaft, im Beruf haben.

Man bleibt trotzdem letztendlich mindestens ein wenig einsam.

Deswegen, das Thema Hörschädigung braucht deutlich mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung!

Heute ist Welttag für Menschen mit Behinderung! 10 Jahre UN Konvention für Menschen mit Behinderung!

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Nein, ich bin nicht gehörlos

Ein gut gemeinter Artikel, für diesen ich natürlich dankbar bin!

Dieser Artikel zeigt jedoch wiederholt, wie viel Aufklärungsarbeit über die verschiedenen Bedürfnisse unter den vielen verschiedenen Arten der Hörschädigung noch nötig ist!

Unter gehörlos versteht man einen Menschen, der primär die Gebärdensprache nutzt und dementsprechend Unterstützung durch Gebärdensprachdolmetschung zur Kommunikation in der „hörenden“ Welt benötigt!

Ich bin zwar taub, jedoch lautsprachig orientiert! Gemäß dem BTHG darf ich den Anspruch auf Unterstützung durch die Schriftdolmetschung stellen!
Genau darum kämpfe ich, auch im Interesse aller anderen Hörgeschädigten, die nicht Gebärdensprachler*innen sind und auf diese Unterstützung angewiesen sind!

Patrick Hennings möchte mithören
29.11.2019

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Wahl zum StV Ausschuss-Sprecher

Liebe Freund*innen,
mit großer Überraschung, die CDU im Beirat hat eine rund 60% Mehrheit und verzichtete auf ihr Recht, auch den StV-Posten zu besetzen. Meine Fraktion schlug dafür mich vor und ich wurde dann einstimmig als StV für den Ausschuss „Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport“ gewählt!
Da ich schon in Stolberg (Aachen) gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einem CDU-Bürgermeister machen konnte, hoffe ich, dass ich nun auch hier meine Arbeit als Brückenbauer erfolgreich fortführen kann!
Inklusion ist Brückenbau!

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Meine weitere, neue Aufgabe für die B90/Grüne in Bremen

Liebe Freund*innen,
ich wurde heute Abend erstmals seit 1993 wieder als Vorstandsmitglied für einen grünen Kreisverband gewählt!
Ich bin sehr dankbar für diese Aufgabe und hoffe ausreichend aufzeigen zu können, dass es auch für uns Hörgeschädigte und Gehörlose möglich ist, so ein Amt führen zu können!

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Unzureichende Unterstützung für hörgeschädigte Menschen

Liebe Corinna Rüffer, lieber Sven Lehmann, Markus Kurth und die anderen grünen Abgeordneten,
herzlichen Dank Euch allen für diese so wichtige Anfrage, die in meinen Augen erstmals in der Art war. Diese zeigt und bestätigt, wie komplex das Thema Hörschädigung ist, es also nicht nur um GebärdensprachlerInnen (Gehörlose), sondern um alle verschiedene Betroffene mit Hörschädigung geht.
Ich erinnere mich sehr gern an die ersten Stunden unserer Zusammenarbeit (seit 2012), wo wir alle zusammen versuchten, das Thema Gebärdensprache um weitere andere Bedürfnisse von Hörgeschädigten, endlich auch von Taubblinden, zu erweitern.
Nur so können wir auch die insgesamt richtigen Wege zur integrierenden Inklusion auch für alle verschiedene Menschen mit Hörschädigung finden und weitergehend daran arbeiten, möglichst allen Hörgeschädigten gemeinsam die bestmögliche Teilhabe an unserer Gesellschaft zu gewährleisten.
Die Antworten der Bundesregierung zeigen zwar, dass es in einigen Bereichen Bemühungen zur Verbesserung gibt, jedoch, ja, es gibt noch so verdammt viel zu tun!
Dank Eurer Anfrage und der Antwort der BuRe haben wir nun endlich eine umfassende Basis, wo wir nun eher im Detail ansetzen können und müssen.
Ich freue mich auf die nächsten Schritte mit Euch gemeinsam!
Ich freue mich auch, dass meine Frau Angela Herrmann und Kirsten Kappert-Gonther, insbesondere mein Anliegen für eine deutliche Verbesserung an Psychotherapien für Hörgeschädigte unterstützen und unterstützen wollen!
Auf bald wieder!
Patrick Hennings

http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/016/1901620.pdf

https://www.corinna-rueffer.de/ka-situation-hoerbeeintraechtigte-menschen/

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CI für „mein“ Baby?

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich werde wiedermal von mehreren „Gehörlosen“ auf mehreren Kommunikationswegen auf übelste Art und Weise und als Rassist beschimpft, weil ich denke, wenn zum Beispiel ich als Vater für „mein“ taubes Baby folgende schwierige Entscheidung treffen müßte:

Sollte es echte Heilungschancen geben, also die Wahrscheinlichkeit bestehen, dass mittels CI mein Kind dann hören könnte. Also mehrere Fachleute ausreichende Voruntersuchungen machten und es bestätigen könnten. Wohl wissend, dass ohnehin jede OP ein Risiko ist, wie für andere OP’s auch, würde ich mich für die OP entscheiden.
Natürlich weiß ich, dass dass man trotz CI dann nicht so gut hören kann, wie ein Mensch ohne Hörschaden. Und dass danach langjährige Therapien und logopädische Trainings erforderlich sind, insbesondere auch außerhalb der Schule, also man sehr viel Privatzeit dafür opfern müßte.
Ich würde es auch deshalb so entscheiden, weil meine Eltern mit mir ähnliches machten, ohne deren enormen Einsatzes ich sonst mit deutlich mehr Barrieren in meinem Leben hätte kämpfen müssen. Ich hatte Glück!
Diese mögliche Entscheidung hat nichts mit für erwachsene, taube Menschen zu tun, da sie es für sich selbst entscheiden müssen. Wir alle haben ein Recht auf Selbstbestimmung.
Auch für die Kinder muss man es soweit wie möglich berücksichtigen.
Allerdings, gerade weil ich Vater bin, müsste ich es in bestimmten Fällen für das Kind entscheiden.
Es sind die Erfahrungen, die gezeigt haben, wie wichtig es ist, je früher das Kind erstmals hören kann, desto eher würden auch die nötigen Therapien und die logopädischen Trainings sein. Würde man warten bis das taube Kind volljährig ist und das Kind würde dann zu mir sagen, Papa, warum hast Du mich nicht schon damals operieren lassen? Dann müsste ich mir erst recht lebenslang Vorwürfe machen.
Also im Zweifel für eine OP, wenn es Heilungschancen gibt und ich die Kraft habe für die vielen Jahre danach.

Das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit der Fürsorge und Liebe für das Kind, das bestmögliche für das Kind zu wollen.
Ob das Kind dann später sich doch eher unter den Gehörlosen wohler fühlt, ist seine Entscheidung, die ich uneingeschränkt akzeptiere.

Meine Aufgabe als Inklusionspolitiker und Menschenrechtler ist ohnehin, die verschiedenen Gruppierungen in unserer Gesellschaft so weit wie möglich zusammenzuführen, was natürlich auch nur geht, wenn diese mit daran arbeiten.
Und natürlich geht es eben bei den Fragen um die richtigen Inklusionsprozesse nicht nur um Menschen mit Behinderungen, sondern betrifft uns ALLE, egel welche Religion, welcher kultureller Hintergrund, sexuelle Orientierung, etc..

Mit leidenschaftlichen Grüßen für Chancengleichheit und Gerechtigkeit für alle Menschen

Ihr/Euer Patrick

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Beinamputierte und Zwangshilfsmaßnahmen?



Stellen wir uns vor:


Ich bin Vater und habe eine Tochter, die ein Jahr alt ist und keine Beine hat.


Es ist meine selbstverständliche Pflicht alles gegen die Bewegungsbehinderung zu tun.
Ich kann mir nicht vorstellen, dann von bestimmten, beinamputierten Menschen angegriffen zu werden, weil ich alles für meine Tochter tue, damit sie an unserer Gesellschaft so weit wie möglich teilhaben haben kann.

Sollte ich mich nicht ausreichend um meine Tochter kümmern, muss man froh sein, wenn dann im Zweifel das Jugendamt sich einschaltet oder Ärzte, Nachbarn, Verwandte, Freunde aktiv werden.

Es ist unsere gesellschaftliche und staatliche Pflicht alles zu tun, ausreichende Hilfen zu ermöglichen und diesen Menschen dank der Hilfen bestmögliche Teilhabe an unserem gesellschaftlichen Leben anzubieten.

Es ist klar und selbstverständlich, dass Menschen ohne Beine eine Behinderung haben.


Es ist deshalb klar, welche Pflicht ich habe. Ich muss mich für das Wohl des Kindes entscheiden, auch wenn ich keinen Rollstuhl leiden mögen würde oder auch keine Beinprothesen.

Ich würde lieber ohne Hilfsmittel leben wollen?


Ganz sicher nicht, auch dass ich selbst keine Beine habe.
 Ich möchte Teil unserer Gesellschaft sein und freue mich über die Chancen, die mir gegeben werden, so dass ich mich aus der Welt der Beinamputierten hinaus bewegen kann.


Genau das möchte ich für meine Tochter erreichen, damit sie eher glücklich werden kann, was sie garantiert nicht sein würde, wenn sie keine Teilhabechancen bekommen würde. 

Dies als ähnliches Beispiel zum Thema, ob CI ja oder nein.


Wohlwissend um einen Shitstorm zu meinen Gedanken und meiner politischen Stellung:


http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/37005

Nicht erwogen wird in diesem Artikel die Erfolgsquote der CI-Operationen, die ist deutlich höher ist und zudem mit den Jahren auch steigend.



Es gibt zwar keine 100%-Garantie für den Erfolg einer OP, wird es auch nie geben und es gibt die oft falsche Erwartungshaltung nach einer CI-OP, man könne dann so gut hören wie ohne Höreinschränkungen. Auch bei vielen Hörgeräteträgern gibt es oft die ebenso falsche Erwartungshaltung, man hat ein Hörgerät und dann könne man genauso gut hören wie ein Mensch ohne Hörschaden.


Es kommt jedoch auf die wichtige Möglichkeit an, dass ich dank technisch möglicher Hilfen oder einer OP wieder besser hören, wieder hören oder erstmals hören kann, auch wenn ich in manchen oder mehreren Fällen dennoch auf die danach weitergehende zusätzliche Unterstützung durch die lautsprachbegleitenden Gebärden oder einer Gebärdensprache angewiesen bleiben sollte.

Die Gründe dafür, dass Hörgeräte von Betroffenen abgelehnt werden und/oder die lautsprachbegleitenden Gebärden zum großen Teil nicht erwünscht sind, wie auch nach wie vor kaum bekannt, sind wahnsinnig vielschichtig.

Hier zeigt sich u.a. auch, solange ich schon lebe, das nach wie vor das weitere, bestehende und ursächliche, Problem der unzureichenden Versorgung durch Psychotherapien nicht nur für Menschen mit Hörhilfen, sondern auch für hörgeschädigte Menschen ohne Hörhilfen.

Sinnesbehinderungen bedürfen zur Überwindung von bestimmten Barrieren eines enorm großen Kraftaktes, dessen Bedeutung und Umfang leider auch von entscheidenen politischen Instanzen in der Gesundheitspolitik noch immer nicht ausreichend verstanden wird.


Hier die beispielhaften Stellungnahme von Frau Christine Heil, die auf ein bestehendes Problem hinweist, dieses auch von verschiedenen Psychotherapeutenkammern kaum aufgenommen und nur unzureichend diskutiert, wie auch erwogen, werden
https://www.psychotherapeutenjournal.de/blaetterkatalog/PTJ-1-2017/files/assets/basic-html/page13.html