Behinderung · Gesundheit · Interview · News · Presse

Nächstes Radiointerview :)

Wer sich für die ständigen Konflikte, Probleme für einen und mit einem hörgeschädigten Menschen interessiert…
AM 3.12., 15:15h, bringt swr2 ein langes (30 min) Radiointerview mit mir und meiner Familie!
Ich hoffe, es gefällt Euch!
Wenn Ihr weitere Fragen über das besondere Handicap habt, schreibt mir gern!

Europa · Inklusion · Kultur · Menschenrechte · Soziales

Black Lives Matter (auch in Europa)

Ich frage mich, wie mein Leben als Schwerbehinderter (musste damals noch diese gelbe Armbinde mit den drei schwarzen Punkten tragen, damit ich den ÖNV kostenlos nutzen konnte) mit schwarzer Hautfarbe zu meiner Grundschulzeit verlaufen wäre, zu der Zeit in den Schulen noch sehr viele aus der Nazi-Zeit unterrichteten! Ob ich auch nach Ende meiner Schulzeit, wie nach Erreichen meines Diploms, die gleichen Chancen mit dieser Hautfarbe als Bundesbeamter bekommen hätte?Sind wir heute weiter? Ich denke, nicht wirklich …

Bildung · Inklusion · Kultur · Philosophie

Kultur ist Bildung!

Wir brauchen, um bestehende gesetzliche Barrieren abzubauen, im ersten Schritt geeignete Maßnahmen, um geistige Barrieren abzubauen.
Da gibt es kein besseres Instrument als es über kulturelle Arbeiten zu versuchen.
Denn kulturelle Arbeiten setzen das Denken ohne Grenzen voraus.
Deshalb ist es so wichtig kulturelle Arbeiten dementsprechend stark genug zu fördern.
Denn Kultur ist Bildung!

Frauen · Gesundheit · Kinder · Sexueller Mißbrauch

Gewalt zuhause

Ich finde die aktuelle Debatte um das Abwägen zwischen den Risiken der Verbrechen zuhause mit den Risiken durch die Infektionsgefahr schwierig und problematisch.
Denn noch immer gibt es keine wirklichen medizinischen Mittel gegen Covid-19, während mehr Schutz gegen die Gewalt zuhause möglich ist, wenn es ausreichendes Interesse dafür gibt!
Man muss daher statt dessen die Debatte auf die längst überfälligen nötigen und ausreichenden Hilfs- und Schutzmaßnahmen gegen die Gewalt zuhause lenken und auf dieser Ebene führen, denn diese Probleme existierten schon vor dem Lockdown!
Das Corona-Problem hat dieses Problem „Gewalt zuhause“ nur verdeutlicht und verschärft!
D.h. mit dem Ende des Lockdowns werden die Ursachen für die Gewalt zuhause nicht wirklich gelöst, sondern die Aufmerksamkeit über dieses Problem könnte sogar dadurch wieder geringer werden!
Also muss deshalb die laufende Debatte zur Gewalt zuhause anders geführt werden, um endlich das Problem Gewalt zuhause tatsächlich zu lösen!

Menschenrechte · Privates

Otto und Gedenken an KZ-Befreiungen vor 75 Jahren , 19.04.2020

Auch ich muss stets an all die Menschen denken, die von diesen Rassisten ermordet wurden.
Ebenso denke ich an die Menschen, die u.a Auschwitz überlebten und dennoch keinen Schadensersatz bekamen.

Am 15.4.2020 hatte mein Vater seinen 6. Todestag und ich muss auch immer wieder daran denken, wie sehr er sich als Rechtsanwalt für Überlebende des Holocaust einsetzte, jahrelang und oft ehrenamtlich.

Mein Vater übergab mir, als ich gerade frisches Abitur bekommen hatte, insbesondere einen bestimmten Fall.
Ein ehemals großartiger Künstler, er war ein in Paris bekannter Steptzänzer, der als einziger seiner Familie in Auschwitz überlebte und seit der Rettung an zunehmender Erkrankung „Verfolgungswahn“ litt.

Die Behörden in Hamburg versuchten immer wieder diesen Herrn in die geschlossene Anstalt in Hamburg Ochsenzoll zu schicken.
Mein Vater kämpfte immer wieder juristisch dagegen an und bezahlte auch eine Wohnung für seinen Mandaten.
Ich kümmerte mich quasi als Sozialarbeiter, nach Rücksprache mit dem Sozialamt, jahrelang um ihn.

Leider wurde ich mit den Jahren als selbständiger Controller zahlungsunfähig. So musste ich, gerade noch frisch verheiratet und zum 2. Mal Vater geworden, mit meiner Familie Haus und Stadt Hamburg verlassen und nach Kiel ziehen, weil ich dort eine sehr günstige Wohnung in Wohngemeinschaft fand und auch endlich einen Job als Putzkraft in der Kieler Universität.
Trotzdem kümmerte ich mich weiter um diesen Herrn, den ich jetzt hier nur Otto nenne.

Dank meiner kleinen Karriere als Putzkraft bekam ich nach rund 4 Wochen Arbeit die Qualifizierung als Vorarbeiter und dank dieser bekam ich sehr schnell einen richtig guten Job, mit diesem ich meine Familie endlich wieder ausreichend ernähren konnte.
Allerdings war dieser Job in München, wohin ich dann auch mit meiner Familie zog.

Bis heute komme ich nicht wirklich über diesen damaligen Schritt zum neuem Lebensabschnitt hinweg.

Rund zwei Jahre nach dem Umzug nach Bayern, bekam ich von meinem Vater die Information, dass Otto sich umgebracht hatte.
Da fiel ich ein großes Loch und brauchte viele Jahre um aus diesem wieder heraus zu kommen.

Lieber Otto, ich kann Dich nicht um Verzeihung bitten, dennoch hoffe ich auf Dein Verständnis, dass ich mich für meine Familie entscheiden musste.
Ich werde Dich nie vergessen, ein großartiger Mann, der es trotz seiner Krankheit schaffte, mir zu zeigen, dass es keine Taubheit gibt und wozu man als Mensch in der Lage ist.

Gerade Du hast mir unglaublich viel Energie gegeben und bist auch einer der wichtigen Gründe für meine inzwischen viele Jahre Arbeit für Gerechtigkeit!

Danke, lieber Otto!

Bildung · Bremen & Bremerhaven · Gesundheit · Oberneuland

Mundschutz in den Schulen

Folgenden Brief schrieb ich an die Schulen und an den Zentralen Eltern Beirat!

Sehr geehrte Damen und Herren,


ich gehe davon aus, da noch nichts darüber erwähnt wird, dass dennoch rechtzeitig auch für ausreichenden Mundschutz gesorgt wird! Dies wird ja grundsätzlich von allen bekannten Virologen in den öffentlichen Medien, u.a. von Prof. Dr. Drosten, dringend empfohlen (jedenfalls zumindest solange es noch keine Studie gibt, die klärt, ob Schulen Virenschleuder sind wie bei Influenza-Viren oder keine wie bei MERS)!


Schade, dass Bremen noch nicht den „Mut“ hat der Empfehlung der Bundesregierung zu folgen. Es gibt keinen Beweis, dass der Mundschutz andere nicht schützt!
Übernimmt die Stadt Bremen, es ist bekannt, dass es zu Folgeschäden nach einer schweren Infektion kommen kann, die Schadensersatzkosten wegen unzureichender Hygienemassnahmen?


Sollte kein Mundschutz bereit gestellt oder empfohlen werden, wie sollen dann erst recht die gefährdeten Kinder und die Kinder mit gefährdeten Eltern überhaupt die Schule wieder besuchen dürfen?


Ich vermisse klare Maßnahmen gegen die ab dann bestehende Chancenungleichheit zwischen allen Kindern. Wie sollen die Kinder, die in die Schule dürfen, und andere Kinder der selben Klasse, die aus gesundheitlichen Gründen zuhause bleiben müssen die gleichen Chancen und gleiche Lernqualität bekommen?


Und, die Menschen mit Hörschädigung werden oft vergessen, der Mundschutz muss übrigens barrierefrei sein! Auch Kinder mit Hörschädigung dürfen nicht benachteiligt werden!


Mit freundlichem und gesundheitlichem GrußPatrick Hennings

Barrierefreiheit

Barrierefreier Mundschutz!

In den USA kam schon eine junge Dame auf die wichtige Idee, beim Mundschutz an gebärden- und lautsprachorientiert Menschen mit Hörschädigung zu denken!
Durch die anstehende Mundschutzpflicht in öffentlichen Bereichen, Schulen, etc.. werden wir Menschen mit Hörschädigung dann mit noch mehr Barrieren zu kämpfen haben, weshalb in der Politik schnell eine Lösung gefunden bzw. der Mundschutz dementsprechend angepasst werden muss!
Hier der Link zu dem sehr interessanten Artikel, wobei Ihr auch sehen könnt, wie gut in diesem Video „cc“ funktioniert!
https://www.lex18.com/news/coronavirus/college-student-makes-masks-for-the-deaf-hard-of-hearing?fbclid=IwAR09QOw7M2Q0x9rFHh-NqLIq4GBkLJlVbL5qKEeU6wqp_jbJeJELxZhfCUA

Ich werde nun in meinen „Bereichen“ darum kämpfen, dass beim Mundschutz ausreichend an Menschen mit Hörschädigung gedacht wird!